Fortis Colonia e.V.2000 Jahre befestigtes Köln und seine Folgen

Geschichte, Denkmalschutz, Naturschutz und Erhaltung historischen Erbes

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Veran­staltungen

Vergangene Kölner Festungstage

Die Kölner Festungstage 2018

Schwerpunktthema: Befestigungen und Straßen

Aktionswochenende von FORTIS COLONIA mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der Arbeitsgemeinschaft Festung Köln, dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln und anderen.

1. Eröffnungsveranstaltung

Begrüßung durch den Vorsitzenden Konrad Adenauer und einen Vertreter der Stadtverwaltung
Einführender Kurzvortrag: Kölner Straßen und die Befestigungen.
Referent: Dr. Henriette Meynen
Termin: Freitag, 28. September 2018: 19:00 Uhr
Treffpunkt: Rundbau (Kernwerk von Fort V), Zülpicher Straße 41

2. Die Nordseite der römischen Stadtmauer

Römerturm

Römerturm

Die unterschiedliche Geschichte der einzelnen Abschnitte des nördlichen Teils der römischen Stadtmauer nach ihrer Aufhebung wird während des Spaziergangs erläutert. Der Weg führt von den Relikten in der Domschatzkammer und in der Tiefgarage, vorbei am Teilstück des Nordtors, einem Turmrest, weiteren eingebauten Mauerresten u. a. zum Römerturm.
Referentin: Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin a.D.
Termin: Sonntag, 30. September 2018, 10.00 – 12.00 Uhr
Treffpunkt: Domschatzkammer auf der Nordseite des Doms

3. Teilstück der westlichen römischen Stadtmauer

Zwischen Mauritiussteinweg und Thieboldsgasse verläuft inmitten des Grünbereichs im Innern des Baublocks die römische Mauer. Die von Grün überwucherte Mauer scheint heute mit dem grünen Umfeld zu harmonieren, allerdings auf Kosten ihrer Substanz.
Referent: Manfred Sabow
Termin: Samstag, 29. September 2018, 16.00 Uhr
Treffpunkt: Alexianerstraße / Mauritiussteinweg

4. Spuren der frühmittelalterlichen Stadterweiterung am Beispiel von Oversburg

Die frühe mittelalterliche Stadterweiterung von 1106 hat keinerlei sichtbare oberirdische bauliche Relikte im Kölner Stadtbild hinterlassen. Lediglich bei archäologischen Grabungen kamen Funde zutage. Jedoch zeichnet sich der Verlauf der Befestigungen in der Straßenabfolge ab.
Referent: Dr. Alexander Kierdorf
Termin: Sonntag, 30. September 2018, 13.00 Uhr
Treffpunkt: Holzmarkt / Katharinengraben

5. Frühmittelalterliche Stadterweiterung am Beispiel von Niederich

Mercatorplan: Perlengraben

Mercatorplan: Perlengraben

Die Stadterweiterung von 1106, deren Begrenzung vornehmlich aus Wall und Gräben sowie Toren bestand, zeichnet sich in der nördlichen Kölner Innenstadt in der Straßenabfolge entlang der einstigen Gräben ab. Gerade dieser nördliche befestigte Teil umschließt einen für Kölns Mittelalter typischen Stadtausschnitt mit einigen romanischen Kirchen.
Referent: Dr. Alexander Kierdorf
Termin: Sonntag, 30. September 2018, 10.30 Uhr
Treffpunkt: Unter Krahnenbäumen / An der Linde

6. Spectaculum in mittelalterlicher Aufmachung

Freie Ritter zu Köln e. V. von 1995 (Ritter der Tafelrunde) zeigen die Tätigkeiten und Ausrüstungen der mittelalterlichen Torwachen aus der Zeit des 14. Jahrhunderts.
Termin: Samstag, 29. September und Sonntag 30. September 2018, jeweils 14.00 – 18.00 Uhr
Treffpunkt: Severinstor

7. Vom Ubierring zum Sachsenring

Bottmühle

Bottmühle

Nach Aufgabe der bastionären Befestigungsanlagen vor der mittelalterlichen Mauer entstand im Rahmen der Ringstraßen in der Neustadt eine Abfolge von ansprechenden Grünanlagen vor den erhaltenen Wehranlagen. Noch heute sind die Überreste davon sichtbar.
Referentin: Karla Krieger
Termin: Sonntag, 30. September 2018, 14.00 Uhr
Treffpunkt: Auf der Grünanlage Ubierring nahe dem Abschnitt der Rheinuferstraße Am Bayenturm

8. Sachsenring

Mittelalterliche Mauer am Sachsenring

Mittelalterliche Mauer am Sachsenring

Um den erhaltenen Abschnitt der mittelalterlichen Mauer zu betonen, entstand um 1890 zwischen Ring- undWallstraße ein parkartig gestalteter Grünbereich. Thema des Spaziergangs sind die Geschichte dieser Parkanlage und Vorschläge, diese wieder als ansprechende begrünte Erholungszone zu beleben.
Referentin: Barbara Naraghi
Termin: Sonntag, 30. September, 16.00 Uhr
Treffpunkt: Ulrichgasse gegenüber der Ulrepforte

9.Hansaplatz

Zwischen Gereonswall und Hansaring erstreckt sich der Hansaplatz als eine heute wenig beachtete Grünfläche. Ihre Entstehung ab 1896 ist eng mit dem Erhalt der mittelalterlichen Mauer und dem Mühlenturm verbunden. Die durchaus vielgestaltige Anlage und ihre Geschichte werden auf dem Spaziergang erläutert.
Referentin: Ute Becker
Termin: Samstag 29. September, 15.00 Uhr
Treffpunkt: Gereonswall / Kümpchenshof

10. Vom Hahnentor zum Kaiser-Wilhelm-Ring

Kaiser-Wilhelm-Ring

Kaiser-Wilhelm-Ring

Auf den preußischen Bastionsanlagen entstand der von einer Baumallee gesäumte Hohenzollernring und der mit einer zentralen Grünanlage ausgestattete Kaiser-Wilhelm-Ring. Den Anfang und das Ende dieses Spaziergangs markieren ansehnliche mittelalterliche Teile der Stadtmauer. Ein imposantes, seit jüngster Zeit freigelegtes, unterirdisches Teilstück der Stadtmauer wird zudem gezeigt.
Referentin: Prof. Dr. Hiltrud Kier
Termin: Samstag, 29. September, 13.00 – 14.30 Uhr
Treffpunkt: Hahnentor, Rudolfplatz

11. 800 Jahre Befestigungsgeschichte im Kölner Stadtbild

Ein Spaziergang vom Fort I am Oberländer Wall über den Römerpark zum Ubierring, vorbei an der Bottmühle, dem Severinstor und den mittelalterlichen Anlagen am Sachsenring endet im Volksgarten am Fort Paul. Nicht nur die Befestigungsrelikte, sondern auch die Auswirkungen der einzelnen Wehrbauten auf die heutige Stadtgestaltung werden erläutert.
Referent: Dirk Wolfrum
Termin: Samstag, 29. September 2018, 15.00 Uhr
Treffpunkt: Zugang zum Fort I, OberländerWall / Titusstraße

12. Grünanlage auf Fort I im Friedenspark

Fort I

Fort I

Während des Spaziergangs auf dem Fort I wird Wissenswertes über das als Rheinschanze 1830 gebaute und das von 1841 bis 1847 umgestaltete Fort berichtet, aber ganz besonders auch über die 1915 erfolgte Umformung dieses Festungswerks zu einem "grünen Fort", einem vielgestaltigen Park nach dem Entwurf von Fritz Encke.
Referenten: Thomas Hilker und Dirk Wolfrum
Termin: Sonntag, 30. September 2018, 11.00 Uhr
Treffpunkt: Zugang zum Fort, OberländerWall / Titusstraße


13. Kernwerk von Fort V des ehemaligen inneren Festungsrings

Bei der Innen- und Außenbesichtigung des Kernwerks von Fort V werden u. a. militär-architektonischen Aspekte angesprochen. Die handwerklichen und organisatorischen Leistungen der Ziegelproduktion und deren Verarbeitung spielen dabei eine wesentliche Rolle. Ein weiteres Thema sind die Spuren von Transformationsprozessen (Fort – Forschungsanstalt eines Hospitals – Geologisches Institut – Ruine – Hospital für Typhus-Erkrankungen – Institutsgebäude) und nicht zuletzt die gelungenen und missratenen Sanierungsmaßnahmen.
Referent: Dr. Andreas Janotta
Termin: Samstag, 29. September 2018, 10.30 – 11.30 Uhr
Treffpunkt: vor dem Eingang des Rundbaus, Zülpicher Str. 41

14. Von Fort V zum Inneren Grüngürtel

Fort V

Fort V

Der heute von Bauten der Universität umgebene Rundbau war das Kernwerk eines größeren preußischen Forts, errichtet 1843–1847, das einst im offenen Umfeld lag. Davor entstand 1882–1891 eine weitere Verteidigungslinie weiter stadtauswärts. Die Wallstraße und der Innere Grüngürtel sind die Folgen der einstigen Wehranlage.
Referent: Dipl.-Geogr. Alexander Hess
Termin: Samstag, 29. September 2018, 12.00 Uhr
Treffpunkt: vor dem Südbahnhof, Otto-Fischer-Straße

15. Durch den Inneren Grüngürtel nach Ehrenfeld

In den Jahren 1923/24 entstanden zwischen der Venloer Straße und dem Gleisdreieck die verschiedenen Bereiche des Inneren Grüngürtels. Liegewiesen und großflächige Baumpflanzungen wurden ebenso angelegt wie klar gegliederte Sport- und Kleingartenanlagen. Es bestehen derzeit Bestrebungen – u. a. angeregt durch eine Anwohnerinitiative – die nachkriegszeitlichen Schäden rückgängig und so den Grüngürtel wieder erlebbar zu machen.
Referent: Rainer Kiel
Termin: Samstag, 29. September 2018, 14.00 Uhr
Treffpunkt: Bahnhof West, Hans-Böckler-Platz

16. Fort X am NeusserWall

Graben von FortX

Graben von FortX

Das 1819–1825 errichtete Fort X ist das imposanteste und am besten erhaltene preußische Festungsbauwerk Kölns. Kernwerk, Umwallung, Graben und Glacis mit ihren typischen Bestandteilen werden in ihrer Gestaltung und Funktion erläutert.
Referent: Dirk Wolfrum
Termin: Samstag, 29. September 2018, 11.00 Uhr
Treffpunkt: Zugang zum Fort, NeusserWall 41

17. Die Gestaltung von Fort X und seinem Umfeld nach der Entfestigung

Der gepflegte Rosengarten auf dem am preußischen Fort bietet unerwartete Erholung. Neben dem Zusammenhang vom Festungsbau und Grüngestaltung werden auf dem Spaziergang die Bezugnahme des Umfeldes insbesondere der Straßen in ihrer Bezugnahme auf das Fort thematisiert.
Referent: Dr. Mark Sauer
Termin: Sonntag, 30. September 2018, 12.00 Uhr
Treffpunkt: Weißenburger Straße / Hülchrather Straße

18. Relikte von Fort II im Äußeren Grüngürtel

Grün auf Fort II

Grün auf Fort II

Das 1874–1877 errichtete Fort II wurde 1921 bis auf die Flankengräben und die Kehlkaserne geschleift. Nach unterschiedlichen Nutzungen wurde 1966 und 1970 die Kehlkaserne beseitigt. Heute finden sich im Gelände noch viele Spuren.
Referent: Dipl.-Geogr. Alexander Hess
Termin: Samstag, 29. September 2018, 16.00 Uhr
Treffpunkt: Militärring- / Mercatorstraße (westliche Straßenseite) S11 bis Bahnhof Longerich und Fußweg oder Stadtbahnlinie 15 bis "Longericher Straße" und Fußweg

19. Fort IV bei Bocklemünd

Von dem 1874–1876 errichteten Fort IV steht noch die langgestreckte Kehlkaserne. Das einstige Obergeschoss wurde durch Auffüllen des Kehlgrabens mit Erde zum heutigen Erdgeschoss. Thema der Führung sind Innen- und Außenbesichtigungen genauso wie die Erkundung der übrigen Fortteile im Gelände.
Referent: Uwe Zinnow
Termin: Samstag, 29. September 2018, 13.30 Uhr
Treffpunkt: Freimersdorfer Weg, Zugang zu den Sportplätzen

20. Freiluga – Zwischenwerk Va bei Müngersdorf

Freiluga

Freiluga

Von dem 1875–1877 errichteten Zwischenwerk besteht heute nur noch die Kehlkaserne und Flankengräben ohne Mauerwerk. Auf dem Gelände entstand eine sog. Freiluft- und Gartenschule für Schüler mit grünen Klassenzimmern, Gemüse- und Felsengarten sowie Teich u. a.
Referentin: Angelika Burauen
Termin: Sonntag, 30. September, 13.00 Uhr
Treffpunkt: Zugang zur Freiluga, Belvederestraße 151

21. Fort V und das Deportationslager im Äußeren Grüngürtel

Von dem 1874–1876 erstellten Fort zeugen nur noch einzelne Backsteine. Das Gelände zeichnet die einstige Struktur sehr geringfügig nach. 1939–1945 bestand in der Kehlkaserne und vor allem in den benachbarten Baracken ein Sammellager für Juden. Die Kehlkaserne wurde 1962 abgetragen. Gegenwärtig bestehen Planungen für ein größeres Gedenkmal.
Referentin: Hildegard Jahn-Schnelle
Termin: Sonntag, 30. September, 16.00 Uhr
Treffpunkt: Aachener Straße /Walter-Binder-Weg

22. Fort Deckstein und sein Umfeld

Fort Deckstein

Fort Deckstein

Auf einem Spaziergang von der Militärringstraße zur Kehlkaserne des preußischen Fort Deckstein und weiter durch den Felsengarten zum DecksteinerWeiher erläutert der Referent die Geschichte die Beschaffenheit des einstigen Festungsgürtels an diesem Standort und seine Umgestaltung in die Grünanlage des Äußeren Grüngürtels.
Referent: Dr. Martin Turck
Termin: Sonntag, 30. September 2018, 15.30 Uhr
Treffpunkt: Militärringstraße / Zugang zum Fort IV und der Sportanlage Eichenkreuz

23. Fort X im einstigen rechtsrheinischen äußeren Festungsring

Fort X, Nohlenweg

Fort X, Nohlenweg

Ein unscheinbarer Zugang in ein Wäldchen an der Frankfurter Straße, Ecke Nohlenweg verbirgt hinter einer kleinen Anhöhe die Kehlkaserne des 1877–1880 erbauten Forts X. Nach der Besichtigung der zweigeschossigen langgestreckten Kaserne empfiehlt es sich die einstige Festungsanlage auf einem Spaziergang hinter dem Bauwerk entlang eines Weges parallel zu tiefen Festungsgräben zu umlaufen.
Referent: Bernd Pullem
Termin: Sonntag, 30. September 2018, 15.00 Uhr
Treffpunkt: Zugang zum Fort, Frankfurter Straße / Nohlenweg

24. Fort XI im einstigen rechtsrheinischen äußeren Festungsring

Das 1877–1880 errichtete Fort XI ist eines der rechtsrheinischen Forts, deren leicht abgewinkelte Kehlkaserne noch sichtbar zweigeschossig ist. Kehlgraben, Blockhaus und Waffenplatz sowie Teile der Flankengräben haben sich erhalten.
Referent: Dirk Wolfrum
Termin: Sonntag, 30. September 2008, 14.00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz an der Piccoloministraße

25. Merheimer Heide

Merheimer Heide

Merheimer Heide

Anstelle der Merheimer Heide befand sich ein Exerzierplatz im ehemaligen äußeren Festungsgürtel. 1929–1932 legte die Stadt Köln hier einen Park mit weiter Wiesenfläche, Sportplätzen und Kleingärten an. Von dem Zwischenwerk Xc ist nur ein Bruchteil erhalten. Eine größere Vertiefung im Gelände zeugt von der geplanten Anlage eines Teiches.
Referentin: Sabine Rauchschwalbe
Termin: Sonntag, 30. September, 14.30 Uhr
Treffpunkt: Zugang zu den Sportplätzen an der Frankfurter Straße

26. Das grüne Deutz außerhalb des alten Ortskernes

Deutz um 1909

Deutz um 1909

Nach der Aufgabe der preußischen Befestigungsanlagen um das eingeschnürte Deutz legte der Stadtbaumeister Rehorst einen Plan für eine aufgelockerte Stadterweiterung vor. Breitere und baumbestandene Straßen und einzelne begrünte Plätze entstanden innerhalb kürzester Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Der Wandel des Stadtbildes von Deutz nach der Jahrhundertwende ist heute noch in der Deutzer Baustruktur ablesbar.
Referentin: Dr. Henriette Meynen
Termin: Sonntag, 30. September, 15.00 Uhr
Treffpunkt: Von-Sandt-Platz / Kasemattenstraße

Die Kölner Festungstage 2017

Schwerpunktthema: Relikte der ehemaligen Kölner Verteidigung vom Rhein aus

Aktionswochenende von Fortis Colonia mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der Arbeitsgemeinschaft Festung Köln sowie dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln u. a. - 6. bis 8. Oktober 2017.

1. Eröffnungsveranstaltung

Kurzvortrag: Die Kölner Rheinfront
Referent: Stefan Lewejohann
Termin: Freitag, 6. Oktober 2017: 18:30 Uhr
Treffpunkt: Residenz am Dom (An den Dominikanern 6–8)

Römische Befestigung

2. Ubiermonument

Das zu Anfang des 1. Jahrhunderts entstandene und erst 1965 entdeckte Ubiermonument ist das ältestes bisher bekannte Dokument antiker Baukunst nördlich der Alpen. Das vermutlich als Hafenturm errichtete Monument bildete die Basis für die Südostecke der römischen Stadtmauer aus der Mitte des 1. Jahrhunderts. Beide Teile heben sich deutlich voneinander ab.Während der Hafenturm mit Tuffsteinen gebaut wurde, kennzeichnen Grauwackesteine die Römermauer. Die komplizierte Verknüpfung der beiden Bauteile und die Geschichte der rheinseitigen Römermauer werden vor Ort erläutert.
Referent: Privatdozent Dr. Alfred Schäfer (RGM)
Termin: Freitag, 6. Oktober 2017: 14:00 Uhr
Treffpunkt: An der Malzmühle 1

3. Römische Rheinbefestigung

Teile der Römermauer im Keller des Seniorenheims Deutz

Teile der Römermauer im Keller des Seniorenheims Deutz

Viel ist nicht zu sehen. Dennoch zeigt ein Spaziergang entlang des ehemaligen römischen Mauerverlaufes, wie dieser das heutige Stadtbild entlang des Rheins prägte (Keine Besichtigung des Ubiermonuments).
Referent: Alexander Hess
Termin: Sonntag, 8. Oktober 2017, 12:15 Uhr
Treffpunkt: Mühlenbach/An der Malzmühle

4. Spuren der Verteidigung am Deutzer Rheinboulevard

Mittelalterliche Stadtmauerturm: Gereonsmühlenturm

Mittelalterliche Stadtmauerturm: Gereonsmühlenturm

Die Grabungen des Römisch-Germanischen Museums am Rheinboulevard, im und um das eingetragene Bodendenkmal "Kastell Divitia", haben in den vergangenen Jahren wichtige archäologische Funde der letzten 1700 Jahre zu Tage gebracht, die teilweise weit über die Erwartungen der Archäologen hinausgegangen sind.
Römische, mittelalterliche und neuzeitliche Relikte erzählen uns heute in einem teils begrünten Umfeld von einem kontinuierlich sehr bedeutenden Standort im rechtsrheinischen Köln.
Referent: Thomas-Georg Tremblau
Termin: Samstag, 7. Oktober 2017, 15:00 Uhr
Treffpunkt: vor dem Eingang der ehemaligen Klosterkirche Alt St. Heribert, Urbanstraße 1, Köln-Deutz

Mittelalterliche Befestigungen

5. Spectaculum in mittelalterlicher Aufmachung

Schlupfpforte Am Leyenstapel

Schlupfpforte Am Leyenstapel

Freie Ritter zu Köln e. V. von 1995 (Ritter der Tafelrunde) zeigen die Tätigkeiten und Ausrüstungen der mittelalterlichen Torwachen aus der Zeit des 14. Jahrhunderts.
Termin: Sonntag, 8. Oktober 2017, 11:00–16:00 Uhr
Standort: Schlupfpforte am Leystapel nahe Filzengraben

6. Fahrradtour um das mittelalterliche Köln

Bayenturm

Bayenturm

Die Tour vermittelt einen Überblick über den Umfang und die Gestaltung der mittelalterlichen Befestigung Kölns. Die noch vorhandenen Partien der mittelalterlichen Stadtmauer – Bayenturm, Bottmühle, Severinstor, Ulrepforte, Mauer am Sachsenring, Hahnentor, Mauer am Hansaring, Eigelsteintor und das Türmchen Weckschnapp – werden während kurzer Haltestationen erläutert.
Referent: Franz Irsfeld, Begleitung durch den ADFC
Termin: Sonntag, 8. Oktober 2017, 13:30 Uhr
Treffpunkt: Bayenturm

7. Spaziergang entlang des mittelalterlichen Rheinufers

Ein Spaziergang entlang der rheinseitigen Stadtmauer? Richtig viel gibt es dort nicht mehr zu sehen – zumindest auf den ersten Blick. Aber es gibt viel zu erzählen: von Basaltlagen und von wandernden Toröffnungen, von irgendwie doch traditionsbewussten und Architektur-zitierenden Preußen und von Wildpinklern, vom Verbuddeln von Autos und von Schulkindern auf der Bauschuttdeponie, vom Neid auf Düsseldorf und davon, wie aus einer altkölschen Bautradition so etwas wie ein Denkmal für die ideologische Überlegenheit des Kapitalismus werden konnte.
Referent: Dr. Rudolf Schmidt
Termin: Sonntag, 8. Oktober 2017, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Bottmühle (Severinswall 32)

8. Bayenturm

Schießscharten am Portalturm der Hohenzollernbrücke

Schießscharten am Portalturm der Hohenzollernbrücke

Der um 1220 errichtete Bayenturm überwachte und schützte den südöstlichen Teil der mittelalterlichen Stadt Köln zu Wasser und zu Lande. 1885 rekonstruierte der Kölner Stadtbaumeister Hermann Stübben den in den vorherigen Jahrhunderten beschädigten Turm im ursprünglichen Sinne. Nachdem der Turm während des Zweiten Weltkriegs nochmals stark zerstört worden war, wurde er auf den erhaltenen Ruinen Anfang der 1990er Jahre wieder hergestellt. Seit 1994 ist der Turm Sitz der Stiftung "FrauenMediaTurm". Heute beherbergt der Turm eine umfangreiche Fachbibliothek und Dokumentationstelle der Stiftung. Während der Führung wird nicht nur der Innenausbau gezeigt und erläutert, sondern besteht auch bei gutem Wetter die Möglichkeit, den wunderbaren Ausblick vom Dach aus zu genießen.
Referentin: Jasmin Schenk
Termin: Samstag, 7. Oktober 2017, 16:00 Uhr
Treffpunkt: Bayenturm

Preußische Befestigungen

9. Malakoffturm

Ehemaliges Bäckereigebäude (heute Bürgerhaus) um 1975

Ehemaliges Bäckereigebäude (heute Bürgerhaus) um 1975

Der Malakoffturm ist der Schlüsselbau des Rheinauhafens; als ehemaliger Bestandteil der Rheinfrontbefestigung wurde er zum Denkmal des Hafenausbaus. Ursprünglich sicherte der 1852–1855 nach Plänen des Militärarchitekten Carl Schnitzler errichtete Turm die Einfahrt zum Sicherheitshafen hinter dem "Werthchen", dem Vorläufer des Rheinauhafens. Bei dessen Ausbau zur heutigen Form in den Jahren 1892 bis 1898 nahm er nicht nur die Steuerungstechnik der neuen Drehbrücke auf, sondern an seiner Landseite auch die anlässlich der Fertigstellung enthüllte Gedenktafel. Obwohl militärisch nun ohne Bedeutung, hatte er sich als fester Teil der Kölner Rheinfront etabliert und bildete das historisch-künstlerische Bindeglied zwischen dem mittelalterlichen Bayenturm und den preußischen Aus- und Neubauten entlang des Stromes, von denen die meisten heute wieder verschwunden sind. Die Führung erläutert die historischen und künstlerischen Zusammenhänge des Baus, führt seine Bausubstanz vor und berichtet über die städtebauliche Entwicklung im Umfeld des Denkmals.
Referent: Dr. Alexander Kierdorf (Architekturhistoriker und Industriearchäologe)
Termin: Sonntag, 8. Oktober 2017, 11:00 Uhr

10. Ehemaliges preußisches Proviantamt (heute Bürgerhaus Stollwerck)

Das heutige Bürgerhaus Stollwerck war einst ein Mehlspeicher des preußischen Heeres. Es gehörte zu einem größeren militärischen Versorgungszentrum, das 1892–1898 nahe dem damals gerade neu angelegten Rheinauhafen entstand. Die Ansammlung von Proviantbauten umfasste den gesamten Baublock Zuggasse, Zwirner-, Dreikönigen- und Bayenstraße. Das heute noch vorhandene einstige Proviantgebäude wurde, wie bei der Kölner Militärarchitektur üblich, in Backstein errichtet und war im Stil des Historismus gehalten. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Proviantamt mehr oder weniger beschädigt. Im Rahmen einer Sanierung des gesamten umgebenden Geländes entschied die Stadt Köln, den einstigen Mehlspeicher zu erhalten, und so erhielt er im Jahre 1987 seine heutige Nutzung. Während der Führung werden Sie das Bürgerhaus im Innern sehen können.
Referent: KlausWyschka (Leiter des Bürgerhauses)
Termin: Sonntag, 8. 10. 2017, 15:00 Uhr
Treffpunkt: Bayenstraße/Dreikönigenstraße

11. Auf den Spuren der preußischen Rheinbefestigung von Deutz und der Kölner Altstadt

Rosengarten auf Fort X

Rosengarten auf Fort X

Auf einem Spaziergang von der Deutzer Werft über die Hohenzollernbrücke zum linksrheinischen Rheingarten werden die noch sichtbaren Relikte der einst starken Befestigung aus dem 19. Jahrhundert entlang des zentralen Kölner Rheinufers erläutert.
Referent: Bernd von der Felsen
Termin: Sonntag, 8. Oktober 2017, 12:00 Uhr
Treffpunkt: Siegburger Straße (rheinwärtige Straßenseite gegenüber Tempelstraße)

12. Die Grünanlage auf Fort I

Parkcafé auf einem ehemaligen Fort

Parkcafé auf einem ehemaligen Fort

Eine Führung für Kinder und Erwachsende. Auf dem Spaziergang auf dem Fort I erfahren wir Wissenswertes über das als Rheinschanze 1830 gebaute und von 1841–1847 umgestaltete Fort, aber ganz besonders auch über die 1915 erfolgte Umformung dieses Festungswerkes zu einem "grünen Fort", einem vielgestaltigen Park nach dem Entwurf von Fritz Encke.
Referenten: Thomas Hilker und Dirk Wolfrum
Termin: Sonntag, 8. Oktober 2017, 11:00 Uhr
Treffpunkt: Oberländer Wall / Titusstraße, Eingang zum Fort I


13. Fort X, NeusserWall 33

erhaltener Kasernenbau der Freiluga

erhaltener Kasernenbau der Freilugat

Das 1818–1825 errichtete Fort X ist das älteste und am besten erhaltene preußische Festungswerk in Köln. Es wurde in den 1920er Jahren als besonderer Höhepunkt in den Inneren Grüngürtel einbezogen und erhielt einen bis zum heutigen Tag sehr gut gepflegten artenreichen Rosengarten gewisserweise als Dachgarten. In diesem Jahr wird ein renovierter Innenausbau des Kernwerks, aber vor allem der Außenbau des Forts mit all seinen vielfach noch wenig bekannten Details von in preußischer Uniform auftretenden Fachkräften erläutert.
Referenten: Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Festung Köln e. V.
Termin: 8. Oktober 2017, 11:00 – 17:00 Uhr
Treffpunkt: Fort X, NeusserWall 33

14. Fort XV und das Parkcafé im Deutzer Rheinpark

Felsengarten im Fort VI

Felsengarten im Fort VI

Die Höhenunterschiede um das Parkcafé stammen von einem ehemaligen Festungswerk. Seine Geschichte und vor allem die späteren Umformungen bis zur heutigen Gartenarchitektur aus der Zeit der Bundesgartenschau 1957 werden vor Ort erklärt.
Referenten: Dr. Henriette Meynen, Dieter Klein-Meynen
Termin: Sonntag, 8. Oktober 2017, 15:30 Uhr
Treffpunkt: Rheinpark vor dem Parkcafé

Freiluga, die städtische Freiluft- und Gartenarbeitsschule auf dem Zwischenwerk Va

Natur, Gemüsegarten und ein Kölner Festungswerk, ein Felsengarten und das restaurierte Rheintalprofil sowie grüne Klassenzimmer werden u. a. während eines Spaziergangs durch das Gelände gesichtet und erläutert.
Referentin: Angelika Burauen (Lehrerin a. D.)
Termin: Sonntag, 8. Oktober 2017, 11:00 Uhr
Treffpunkt: Eingang Freiluga (Belvederestraße 159)

16. Fort X am NeusserWall

Das 1873 als erstes Fort im vorgeschobenen Festungsring errichtete Festungswerk wurde 1923 durch Fritz Encke zu einem ersten "grünen Fort" im damals angelegten Äußeren Grüngürtel umgestaltet. Der Felsengarten in einem mit Trümmern angefüllten Graben zeigt sich heute nach einer Sanierung mit Unterstützung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz in seinem romantischen Anblick. Im Umfeld des Festungswerkes befindet sich der wohl bekannteste und beliebteste Abschnitt des Äußeren Grüngürtels.
Referent: Dipl. Geogr. Alexander Hess
Termin: Sonntag, den 8. Oktober 2017, 16:00 Uhr
Treffpunkt: Militärringstraße (Zugang zum Fort VI, in etwa gegenüber der Straße An der Decksteiner Mühle)

17. Die Grünanlage auf dem Zwischenwerk VIIIb und sein grünes Umfeld

Dachgarten auf dem Zwischenwerk VIIIb

Dachgarten auf dem Zwischenwerk VIIIb

Spaziergang mit Erläuterungen zu dem 1876–1878 errichteten, geringfügig geschleiften Festungswerk, auf dem 1927 nach dem Entwurf von Fritz Encke eine ansprechender Dachgarten angelegt wurde. Seine Umgebung trägt die typischen Züge des Äußeren Grüngürtels.
Referentin: Karla Krieger
Termin: Samstag, den 7. Oktober 2017, 15:00 Uhr
Treffpunkt: P+R-Parkplatz an der Straßenbahnhaltestelle

18.Westhovener Aue

Parkanlage am Theodor-Heuss-Ring

Parkanlage am Theodor-Heuss-Ring

Führung durch die rechtsrheinische Grünanlage, deren Gelände bis 1995 das belgische Militär nutzte, und wo außerdem die Überreste des 1877–1881 errichteten und zu Teilen 1922 geschleiften preußischen Zwischenwerks IXa noch vorhanden sind.
Referentin: Sabine Rauchschwalbe
Termin: Sonntag, 8. Oktober 2017, 14:30 Uhr
Treffpunkt: Kölner Straße / In der Westhovener Aue

19. Das rechtsrheinische Fort X in Höhenberg

Bastion nahe der Zoobrücke

Bastion nahe der Zoobrücke

Ein unscheinbarer Zugang in ein kleinesWäldchen an der Frankfurter Straße/Nohlenweg führt unerwaretet hinter einer kleinen Anhöhe nach einer Rechtskurve des abwärts gerichteten Weges zu dem in der Tiefe befindlichen langgestreckten Kasernenbau. Es ist das 1877–1880 erbaute Fort X. Eine Führung durch die zweigeschossige langgestreckte Kehlkaserne vermittelt einen Eindruck von der Größe der einstigen Gesamtanlage. Ein umlaufenderWeg im Anschluss an diese Kehlkaserne bezeugt durch die parallel vorhandenen, in etwa erhaltenen früheren Gräben den einstigen riesigen Umriss des Festungswerkes.
Referent: Bernd Pullem
Termin: Samstag, 7. 10. 2017, 13:00 Uhr und Sonntag, 8.10. 2017, 13:00 Uhr Treffpunkt: Frankfurter Straße / Nohlenweg

Befestigungen verschiedenster Epochen im heutigen Stadtbild

20. Von der Bastei zum Eigelsteintor

Spaziergang über die Grünanlage des Theodor-Heuss-Rings. Erläuterungen zur Geschichte: von dem Sicherheitshafen mit der anliegenden Grünanlage zur heutigen parkartigen Ringgestaltung.
Referentin: Dr. Henriette Meynen
Termin: Samstag, 7. Oktober 2017, 17:00 Uhr
Treffpunkt: Sedanstraße / Theodor-Heuss-Ring

21. Radtour zu den Spuren der mittelalterlichen und neuzeitlichen Uferverteidigung beiderseits des Rheins

Während dieser Radtour erkunden wir auf der rechtsrheinischen Seite von der Südbrücke bis zur Zoobrücke die heute in Grünräume integrierten, zumeist preußischen Relikte der einstigen Kölner Uferbefestigung. Auf der Tour zurück auf der linksrheinischen Seite zur Südbrücke werden mittelalterliche und neuzeitliche Wehrarchitektur ins Blickfeld gerückt.
Referenten: Dr. Martin Turck und Friederike Neuburg-Weissbrodt
Termin: Sonntag, 8. Oktober 2017, 10:00 Uhr
Treffpunkt: Brückenrampe der Südbrücke auf der rechtsrheinischen Seite (Alfred-Schütte-Allee / Am Schnellert)

Frühere Festungstage

Die Kölner Festungstage 2016: Kölner Befestigungen und öffentliches Grün

Die Kölner Festungstage 2015: Frühe preußische Befestigungen: die Preußen kommen

Die Kölner Festungstage 2014: Auswirkungen der Kölner Befestigungen auf die Kölner Stadtstruktur

Die Kölner Festungstage 2013: Preußische Befestigungen

Die Kölner Festungstage 2012: Mittelalterliche Befestigungen

Die Kölner Festungstage 2011: Römische Befestigungen

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