Veranstaltungshinweis: Neues von Fortis Colonia e.V

Fortis Colonia Führung Fort X 08-07-2016

Spuren des römischen und mittelalterlichen Zülpich – Eine kulturhistorische Tagesexkursion

 

NEUES VON FORTIS COLONIA Veranstaltungshinweis

 Zülpich Landesburg

Das Städtchen Zülpich auf einer Anhöhe inmitten

der fruchtbaren Bördelandschaft blickt auf eine

wechselvolle 2000jährige Geschichte zurück. Der

nachweisliche römische Kern von Zülpich (Tolbiacum)

befindet sich auf dem Mühlenberg. Die Römerthermen und ein

ergrabenes, im Boden kenntlich gemachtes Mauerstück des

einstigen „vicus“, einer Kleinstadt ohne eigenes Recht, künden

heute von der römischen Vergangenheit. Im Mittelalter wurde Zülpich, das seit der Römerzeit am

Kreuzungspunkt bedeutender Fernstraßen von Köln nach Trier und von Neuss nach Reims gelegen

war, zum Zankapfel zwischen den Kölner Erzbischöfen und den Grafen von Jülich. Das

mittelalterliche Zülpich umfasst nicht nur die römische Ansiedlung, sondern erstreckt sich

kreisförmig über die gesamte Anhöhe. Dem Besucher erschließen sich die Ausmaße durch die einst

das Gemeinwesen schützende, noch heute nahezu durchgehend vorhandene Stadtmauer. Vier

Doppeltoranlagen am jeweiligen Ein- bzw. Ausgang der Stadt überragen das mittelalterliche

Stadtbild. Diese beeindrucken uns noch heute durch ihre teilweise erhaltenen Zwinger, durch die

man einst vom Außentordurchgang zum mächtigeren Innentor gelangte. Die kurkölnische

Landesburg aus dem 14. Jahrhundert, die die Franzosen 1689 niederbrannten, kündet heute nur

noch mit ihrer mächtigen Außenansicht von den früheren territorialen Auseinandersetzungen.Wenn

auch Zülpich im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, prägt noch gegenwärtig eine kleinteilige

Bebauung entlang des erhaltenen Straßennetzes die AltstadtWeihertor. Die geringen überkommenen Bauteile

wie der barocke Rathausturm wurden in die moderne Architektur eingebunden. Eine Vielzahl

kostbarer ehemaliger Ausstattungsteile schmückt das Innere der im Stil der 1950er Jahre von Karl

Band errichteten Kirche St. Peter. Sie ist vermutlich die Nachfolgerin einer

Kapelle der merovingischen Königspfalz und birgt zudem im

Untergeschoss die zweiteilige überregional bedeutende Krypta aus dem 11.

Jahrhundert. Wesentlichen Bestandteile der vorgesehenen sicherlich

spannenden Stadtführung werden sein: ein Rundgang entlang der

mittelalterlichen Mauer mit wenigstens einer Innenbesichtigung eines

Torturmes, Erläuterungen auf dem Mühlberg zur Landesburg und zur

Kirche St. Peter u.a.

Wann: Samstag, den 2. Juli Abfahrt: 9.00 Uhr, Rückehr: etwa 19.00 Uhr

Treffpunkt: Deutzer Werft nahe der Deutzer Brücke

Referent: Kulturreferent Hans Gerd Dick (Historiker)

Kosten: 20.00 Euro Überweisung: Fortis Colonia e. V. IBAN:DE 47 3705 0198 1902 6812 44

Anmeldung baldmöglichst (auf 30Teilnehmer begrenzt): email: h.meynen@fortis-colonia.de oder

telefonisch: 0221-810147 oder 02294-991796

Fortis Colonia e.V. ! Hans-Berge-Straße 22 ! 50997 Köln ! info@fortis-

Kölner Festungstage 2016 3. bis 6. Juni 2016

Fortis Colonia

Titelbild Karte 2016 001Kölner Befestigungen und städtisches Grün
Aktionswochenende von Fortis Colonia mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der Arbeitsgemeinschaft Festung Köln, der Initiative Stadtoasen sowie dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln

1. Eröffnungsveranstaltung
Begrüßung durch den Vorsitzenden Konrad Adenauer

Grußwort der Stadt Köln durch Bürgermeister Dr. Ralf Heinen
Kurzvorträge:
Dirk Wolfrum: Begrünung von Verteidigungsanlagen zur Zeit ihrer Nutzung
Dr. Henriette Meynen: Grünanlagen auf und um ehemalige Befestigungen
Freitag, 3. Juni, 18.30 Uhr, Residenz am Dom

2. Informationsstand von Fortis Colonia e. V. und Arbeitsgemeinschaft Festung Köln e. V.
Informationen über die beteiligten Vereine, deren Publikationen und allgemeine Auskünfte zum Aktionswochenende. Informanten: Vereinsmitglieder, Sonntag, 5.6.: 11.00 Uhr – 15.00 Uhr. Standort: Fort I (Friedenspark), Oberländer Wall
Stadtbahnlinien 15,16 Haltestelle Ubierring, Stadtbahnlinie 17 Haltestelle Bonner Wall, Bus 106, 132, 133

Von den römischen Befestigungen zur neuzeitlichen Grünanlage

3. Grünanlage um die römische Stadtmauer am Mauritiussteinweg
Gang innerhalb eines Baublocks der 1950er Jahre entlang der Römermauer mit Erläuterungen zur Mauer und dem Umfeld. Referent: Stephan von Wahl (RVDL). Sonntag, 5. 6.: 11.00 Uhr. Treffpunkt: Alexianerstraße / Mauritiussteinweg.
Stadtbahnlinie 9 Haltestelle Mauritiuskirche oder Stadtbahnlinien 1,3,4,7,9,16,18 Haltestelle Neumarkt, Bus 136,146 Haltestelle Neumarkt, Fußweg

4. Grünanlage am römischen Stadtmauerturm (Helenenturm), St. Apernstraße und weitere Teile der Römermauer
Erläuterungen zu den Türmen der römischen Befestigung und zur Geschichte der heutigen Grünanlage, die am Anfang der 1960er Jahre auf Trümmergrundstücken entstand. Im Mittelalter gehörte das Grundstück zum Klostergarten von St. Clara, genau wie der Römerturm an der Ecke St. Apernstraße/Zeughausstraße. Der Keller an der Straße Am Römerturm mit Resten der römischen Zeit wird der krönende Abschluss der Führung sein. Referent: Alexander Hess. Samstag, 4. 6.: 12.00 Uhr. Treffpunkt: St. Apernstraße / Helenenstraße.
Stadtbahnlinien 3,4,5,12,15 Haltestelle Friesenplatz, Fußweg, Stadtbahnlinien 3,4,16,18 Haltestelle Appellhofplatz / Breite Straße, Fußweg

5. Römisches Kastell Divitia
Die Grabungen des Römisch-Germanischen Museums am Rheinboulevard haben in den letzten Jahren weitere archäologische Funde zutage gebracht. Römische, mittelalterliche und neuzeitliche Mauern erzählen heute von der mehr als 1700jährigen Geschichte des rechtsrheinischen Kölner Stadtteils Deutz. Ziel des Fördervereins Historischer Park Deutz (FHPD) ist es, diese Funde bald in einem in Grün gebetteten historischen Park erlebbar zu machen . Referent: Thomas-Georg Tremblau (FHPD), Samstag, 4. 6.: 16.00 Uhr. Treffpunkt: vor dem Kircheneingang von Alt-St. Heribert (Urbanstraße 1).
Stadtbahnlinien 1, 7, 9 Haltestelle Deutzer Freiheit, S-Bahnlinie 6, 11, 12, 13, 19 Haltestelle Bahnhof Deutz

Begleitprogramm zur mittelalterlichen Befestigung

6. Spectaculum in mittelalterlicher Aufmachung I
Freie Ritter zu Köln e. V. von 1995 (Ritter der Tafelrunde) zeigen die Tätigkeiten und Ausrüstungen der mittelalterlichen Torwachen aus der Zeit des 14. Jahrhunderts. Samstag, 4. 6.: 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Standort: Eigelsteintor.
Stadtbahnlinien 12,15,16,18 Haltestelle Ebertplatz, Bus 127, 140

7. Spectaculum in mittelalterlicher Aufmachung II
Freie Ritter zu Köln e. V. von 1995 (Ritter der Tafelrunde) zeigen die Tätigkeiten und Ausrüstungen der mittelalterlichen Stadtbewohner aus der Zeit des 14. Jahrhunderts. Sonntag, 5. 6.: 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Standort: Fort I (Friedenspark), Oberländer Wall.
Stadtbahnlinien 15, 16 Haltestelle Ubierring, Stadtbahnlinie 17 Haltestelle Bonner Wall, Bus 106, 132, 133

Von der mittelalterlichen Befestigung zur neuzeitlichen Grünanlage

8. Theodor-Heuss-Ring am ehemaligen Eigelsteinglacis
Spaziergang von der Bastei bis zum Eigelsteintor über die Grünanlage des Theodor-Heuss-Rings mit Erläuterungen zur Geschichte und der Gestaltung der Anlage vom Sicherheithafens am Anfang des 19. Jahrhunderts über die gründerzeitliche Schmuckanlage, die Veränderungen seit den 1950er Jahren bis zur heutigen Gestaltung. Referentin: Dr. Henriette Meynen, Sonntag, 5. 6.: 13.00 Uhr. Treffpunkt: Konrad-Adenauer-Ufer / Theodor-Heuss-Ring.
Stadtbahnlinien 12,15,16,18 Haltestelle Ebertplatz, Bus 127, 140

9. Vom Eigelstein zum Fort X am Neusser Wall
Führung durch 800 Jahre Kölner Geschichte mit Erläuterungen zum Mittelalter an der Eigelsteintorburg sowie zur Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert in der Neustadt insbesondere am detachierten Fort X: Innen- und Außenbau in den Jahren 1819-1825, Einbeziehung in die innere Umwallung Ende der 1880er Jahre und Umgestaltung in ein „grünes Fort“ 1919/20. Referent: Dirk Wolfrum (im bunten Rock), Samstag, 4. 6.: 14.00 Uhr. Treffpunkt: Eigelsteintor, Stadtseite.
Stadtbahnlinien 12, 15, 16, 18 Haltestelle Ebertplatz, Bus 127, 140

10. Grünanlage am Hansaring
Spaziergang auf dem städtischen Grün am Hansaring zwischen Kümpchenshof und Adolf-Fischer-Straße. Erläuterungen zur Stadtmauer und der Geschichte dieser kleinen Parkanlage mit Überlegungen einer Verbesserung dieses innerstädtischen Grüns. Referentin: Dipl.-Ing. Ute Becker (Initiative Stadtoasen), Sonntag, 5. 6.: 12.30 Uhr. Treffpunkt Kümpchenshof / Hansaring.
Stadtbahnlinien 12,15, S-Bahn 6,11,12,13,19 Haltestelle Hansaring, S-Bahnlinie 6, 11, 12, 13, 19

11. Grünanlage am Sachsenring
Spaziergang entlang des Sachsenrings von der Ulrichgasse bis zur Waisenhausgasse. Erläuterungen zur mittelalterlichen Stadtmauer mit ihren Vorbauten und zur Entwicklung der Grünanlage von der Lindenallee auf dem Wall zur Stübbenschen Planung. Gegenüberstellung des heutigen Zustands mit einigen Verbesserungsmöglichkeiten dieser innerstädtischen Anlage. Referentin: Dipl.-Ing. Barbara Naraghi (Initiative Stadtoasen), Samstag, 4. 6.: 17.00 Uhr. Treffpunkt: Sachsenring / Ulrichgasse.
Stadtbahnlinien 15, 16 Haltestelle Ulrepforte

Preußische Befestigungen

12. Fort I (im Friedenspark)
Führung für Erwachsene und Kinder. Das Fort I hat eine wechselhafte Geschichte: 1830 als Rheinschanze erbaut, 1847 zum Fort umgebaut, 1882 in die innere Umwallung mit einbezogen und schließlich 1911 als Festungswerk aufgegeben und danach nach dem Entwurf von Fritz Encke in eine Grünanlage umgewandelt. Dieses noch vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges in Angriff genommene „grüne Fort“ bietet den Besuchern eine Vielzahl unterschiedlicher Eindrücke von Kölner Geschichte, von Bau- und Gartenkunst, der Natur und dem Erleben eines der schönsten Naherholungsorte mitten in Köln. Referenten: Thomas Hilker (Amt für Landschaftspflege und Grünflächen) und Dirk Wolfrum, Sonntag, dem 5. 6.2015 um 11.30 Uhr und 15.00 Uhr. Treffpunkt: Vor dem Zugang zum Fort am Oberländer Wall.
Stadtbahnlinien 15,16 Haltestelle Ubierring, Stadtbahnlinie 17 Haltestelle Bonner Wall, Bus 106, 132, 133

13. Neuzeitliches Biwak
Erläuterungen zur Kölner Festungsgeschichte sowie Führungen im Zwischenwerk IIIb in originalgetreuer preußischer Uniform. Leben im Felde, dargestellt mit historisch gekleideten Zivilisten und Soldaten in Uniformen aus einer Zeitspanne von circa 200 Jahren. Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Festung Köln e.V., Samstag, 11. 6. und Sonntag, 12.6.: jeweils 10.00 – 17.00 Treffpunkt: Zwischenwerk IIIb (Buschweg / Militärringstraße nördlich von Bocklemünd)
Linie 3 Haltestelle Ollenhauerring, 1km Fußweg, Bus 127 Haltestelle Schumacherring

14. Fort VI (Deckstein)
Wie bei allen Kölner Forts des äußeren Festungsrings konnte nur die langgestreckte Kehlkaserne des Forts VI erhalten werden. Das einstige Fortgelände wurde zur Gartenanlage umgebildet. Davon zeugen noch ein Felsengarten im ehemaligen Flankengraben, verschiedene Aussichtspunkte und die den Umriss nachzeichnende Robinienreihung. Während eines Ganges zum jenseitigen Ufer des Decksteiner Weihers und dem Aussichtspunkt auf der gegenüberliegenden Anhöhe wird die Entstehungsgeschichte vom Festungs- zum Grüngürtel erläutert. Den Abschluss bildet der Ausblick über die Mittelachse des Forts zum Kölner Dom. Referentin: Dr. Henriette Meynen, Sonntag, 5. 6. 16.30 Uhr. Treffpunkt: Militärringstraße gegenüber der Straße An der Decksteiner Mühle.
Bus 146 Haltestelle Deckstein

15. Das rechtsrheinische Fort X (Höhenberg)
Ein unscheinbarer Zugang in ein Wäldchen an der Frankfurter Straße / Ecke Nohlenweg verbirgt hinter einer kleinen Anhöhe am Ende eines abwärts führenden und nach rechts schwenkenden Wegs einen unerwarteten Anblick. In dieser Tieflage befindet sich die langgestreckte Kehlkaserne des 1877-1880 erbauten Forts X. Eine Führung durch diesen zweigeschossigen Bau vermittelt einen Eindruck von der Größe der einstigen Gesamtanlage. Ein umlaufender Weg im Anschluss an die Kaserne deutet durch die parallel vorhandenen, in etwa erhaltenen früheren Gräben den einstigen Umriss an. Referent: Bernd Pullem,
Samstag, 4. 6.: 15.00 Uhr und Sonntag, 5. 6.: 15.00 Uhr. Treffpunkt: Vor dem Fort am Nohlenweg. Festes Schuhwerk und Taschenlampe werden empfohlen.
Stadtbahnlinie 1 Haltestelle Höhenberg, Frankfurter Straße, Bus 151, 152

16. Zwischenwerk XIb am Cottbuser Ring
Führung im bunten Rock auf dem 1877-1879 erbauten Zwischenwerk. 1922 zum Teil geschleift, wurde es 1927 nach dem Umgestaltungsplan von Fritz Encke als Erholungsanlage umgebaut und kann heute noch als solche erkannt werden. Hier lässt sich – einzigartig für die rechte Rheinseite – sowohl die komplette Festungsanlage als auch ihre Nutzung nach der Entfestigung nachvollziehen. Referent: Dirk Wolfrum, Samstag, 4. 6.: 17.00 Uhr. Treffpunkt: vor dem Werk am Cottbuser Ring. Festes Schuhwerk wird empfohlen.
Stadtbahnlinie 4 Haltestelle Im Weidenbruch, Bus 155, 250, 434 Haltestelle Neurather Weg

Grünanlagen auf einst militärischem Gelände der Preussen

17. Innerer Grüngürtel und ehemalige Umwallung
Der Besichtigung eines in der Parkgarage unter dem Gebäude der Kinder- und jugendpädagogischen Einrichtung der Stadt Köln freigelegten Teilstücks der ehemaligen Umwallung vor der Kölner Neustadt folgt ein Spaziergang durch den Inneren Grüngürtel von der Aachener bis zur Venloer Straße. Erläuterungen zu Auswirkungen der einstigen Umwallung: Der ehemalige Festungsgürtel und die davor liegende freie Schussfläche waren Grundlage für die Anlage des Inneren Grüngürtels nach dem Entwurf des Städtebauers Fritz Schumacher und des Gartenamtsleiters Fritz Encke. Hinweise auf die gegenwärtige Sanierung der in den 1950er Jahren veränderten Parkanlage zu Teilen gemäß der einstigen Gestaltung. Referent: Dr. Martin Turck, Sonntag, 5. 6.: 17.00 Uhr. Treffpunkt: Aachener Str. 90-98.
Stadtbahnlinie 1 Haltestelle Universitätsstraße oder Moltkestraße, Bus 136, 146

18. Volksgarten, eine Grünanlage auf einst militärischem Gelände
Auf dem Spaziergang werden die Geschichte und die Besonderheiten des 1888 angelegten Volksgartens erarbeitet. Beachtet wird dabei auch das erste „grüne Fort“ Kölns (Fort IV) und die Lünette III, die heutige Orangerie. Referent: Helmut Lüssem, Sonntag, 5. 6.: 14.00 Uhr. Treffpunkt: Eifelplatz.
Stadtbahnlinie 12 Haltestelle Eifelplatz

19. Fritz-Encke-Volkspark
Führung für Kinder durch den interessanten historischen Fritz-Encke-Volkspark auf dem Gelände eines ehemaligen Pulvermagazins: Entdeckungen von Geschichten, Geschichte und Pflanzen, in den abwechslungsreichen Räumen zwischen Wällen, Tanzplatz, Theater, Staudengarten und Brunnentempelchen / Brunnenhaus im Park. Referentin: Angela Rüschen, Lehrerin a. D., Samstag, 4. 6.: 15.30 Uhr. Treffpunkt: Schulgebäude an der Kardorfer Straße.
Bus 132 Haltestelle Leyboldstraße

20. Freiluga (Städtische Freiluft- und Gartenarbeitsschule) auf dem Zwischenwerk Va
Familien und Kinder erwünscht. Dauer circa zwei Stunden. Die unter Denkmalschutz stehende Freiluga mit dem Zwischenwerk Va und dem von Fritz Encke angelegten Garten erweckt nach über 90 Jahren noch immer Interesse und Begeisterung bei Jung und Alt. Hier kann man die Natur und die Kölner Festungsgeschichte mit allen Sinnen erfahren und genießen. Der große Gemüsegarten, viele Nutztiere, zahlreiche „grüne Klassenzimmer“, Teiche, der erneuerte Felsengarten und der sanierte historische Theaterplatz wie das Zwischenwerk Va mit restauriertem Rheintalprofil vemitteln dem Besucher anschaulich die Zeitgeschichte in ihrer Bedeutung. Referentin: Angelika Burauen, Lehrerin a. D., Samstag, 4. 6.: 11.00 Uhr und Sonntag, 5. 6.: 11.00 Uhr. Treffpunkt: Eingang Freiluga (Belvederestraße 159).
Bus 144 Haltestelle Kämpchensweg

21. Westfriedhof. Festungsbedingte Probleme
Zähe Verhandlungen zwischen der Stadt Köln und dem Militär vor dem Ersten Weltkrieg gehören zur Vorgeschichte des Westfriedhofs. Während des Ersten Weltkrieges begannen Kriegsgefangene mit der Anlage des Friedhofs. 1921 konnte dann endlich die eigentliche Anlage des Westfriedhofs nach dem Entwurf des Düsseldorfer Architekten Karl Wach vorgenommen werden. Referent: Dr. Ralf Beines, Sonntag, 5. 6.: 17.30 Uhr. Treffpunkt: Eingang des Westfriedhofs an der Venloer Straße.
Stadtbahnlinien 3, 4 Haltestelle Westfriedhof

22. Westhovener Aue
Führung durch die um die Jahrtausendwende neu gestaltete Grünanlage, deren Gelände bis 1995 vom belgischen Militär genutzt wurde und wo zudem das 1877-1881 errichtete, und zu Teilen 1922 geschleifte preußische Zwischenwerk IXa gelegen ist. Referentin: Sabine Rauchschwalbe (Amt für Landschaftspflege und Grünflächen), Sonntag, 5. 6.: 14.15 Uhr. Treffpunkt: Kölner Straße / In der Westhovener Aue.
Stadtbahnlinie 7 Haltestelle Westhoven, Kölner Straße, längerer Fußweg

23. Grünanlage in der Bruder-Klaus-Siedlung
Spaziergang durch die Grünanlage inmitten der Bruder-Klaus-Siedlung mit Erläuterungen zur Vorgeschichte der Anlage, dem 1877-1879 errichteten Zwischenwerk XIIa, seiner teilweisen Schleifung und der nachkriegszeitlichen Nutzung sowie der Anlage des jetzigen Parks auf dem einstigen Festungsgelände. Referentin: Sabine Rauchschwalbe (Amt für Landschaftspflege und Grünflächen), Sonntag, 5. 6.: 17.00 Uhr. Treffpunkt: vor der Kirche am Luzerner Weg.
Bus 151, 152 Haltestelle Bruder-Klaus-Siedlung

24. Mit dem Fahrrad durch den linksrheinischen Äußeren Grüngürtel
Radtour durch die in den 1920er Jahren angelegte Parkanlage auf dem ehemaligen Festungsgürtel. Während der Fahrt Erläuterungen zu den erhaltenen Teilen von Forts und Zwischenwerken und anderen Relikten der einstigen preußischen Befestigung. Zum Abschluss wird es eine genauere Besichtigung im Zwischenwerk IIIb geben. Referent: Dr. Martin Turck, Samstag, 4. 6. 14.00 Uhr, Treffpunkt: KVB-Haltestelle an der Rodenkirchener Brücke, Heinrich-Lübke-Ufer
Stadtbahnlinien 15, 16, 17 Haltestelle Heinrich-Lübke-Ufer , Bus 130

 

 

WICHTIG: Zwei Druckfehler haben sich auf der Karte eingeschlichen!

Veranstaltung 12:  „Fort I (im Friedenspark)“ Diese Führung findet NUR am Sonntag, dem 5. 6.2015 um 11.30 Uhr und 15.00 Uhr statt!.

 

Veranstaltung 24: die Fahrradtour „Mit dem Fahrrad durch den linksrheinischen Äußeren Grüngürtel“ fängt nicht wie im Text der Karte steht am Heinrich Heine-Ufer, sondern am Heinrich-Lübke-Ufer an!.

 

 

 

Sie können die Karte in allen Bezirksrathäusern, Bürgerladen, und im örtlicher Buchhandel gratis finden!

 

Informationen zu eventuellen Änderungen der Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite von Fortis Colonia (www.fortis-colonia.de)

Aus versicherungstechnischen Gründen müssen wir darauf hinweisen, dass das Betreten der Bauwerke auf eigene Gefahr geschieht.

Impressum
Fortis Colonia e. V.
Hans-Berge-Straße 22
50997 Köln
www.fortis-colonia .de
info@fortis-colonia.de

Geschichtliches

Wir schreiben 2000 Jahre wehrhaftes Köln. Damit Sie sich eine Vorstellung davon machen können, was genau dies bedeutet, finden Sie nachfolgend eine Chronologie der Stadtbefestigungen von Köln.

Chronologie der Kölner Stadtbefestigungen

4 – 5 n. Chr.: Umwehrung des Oppidum Ubiorum in Köln mit dem südöstlichen Eckturm, dem „Ubiermonument“, Baubeginn einer steinernen Umwehrung und Fortsetzung als „murus gallicus“ (Holz-Erde-Mauer).
16. n. Chr.: Flottenlager der Classis Germanica, „Alteburg“ in Köln-Marienburg.
um 90 n. Chr.: Bau der steinernen Umwehrung der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA).
Mitte 2. Jh. n. Chr.: Schrittweise Überbauung des Hafens bzw. Erweiterung der Colonia nach Osten.
310 – 315 n. Chr.: Bau des steinernen Brückenkopfkastells Divitia/Deutz und der Konstantinbrücke.
407 n. Chr.: Beginn des Rückzugs der römischen Truppen vom Rhein, u.a. auch Aufgabe des Kastells Divitia/Deutz.
ab 431: Übernahme des Kastells durch die Franken und Ausbau zu einer befestigten fränkischen Siedlung (civitas Divitia). Teilweise Residenz des fränkischen Herrschers (Königshof) sowie Sitz des Grafen des alten Deutzgaus.
1106 ff.: Zweite mittelalterliche Stadterweiterung. Einbeziehung der Ortsteile vor der römischen Mauer im Norden, Westen und Süden (Niederich und Oversburg u.a.). Erstellung von Wällen mit Pallisaden und Gräben sowie 12 oder 13 Torbauten.
1179: Dritte mittelalterliche Stadterweiterung: Beginn der Anlage von Wall und Graben.
1180: Urkundlich genehmigter Baubeginn dieser Stadterweiterung.
1187: Errichtung von provisorischen Toren.
Ab 1200: Bau der mittelalterlichen Mauer.
1220 – 1260: Bau der landseitigen Torburgen.
vor 1370: Bau der Arken mit anschließendem Ausbau des Bayenturms und des Vorwerks am Kunibertsturms.
1386: Anlage eines zweiten Grabens vor der mittelalterlichen Befestigungsanlage und bis 1476 Bau von Vorhöfen und Torburgen.
ab Mitte 15. Jh.: Reparaturen der Mauer und Modernisierung der Wehranlagen, d. h. Bau moderner Zwinger und Vorfeldbefestigungen im Bereich der Torburgen sowie Anlage eines Weges mit einer Brustwehr (Mauer mit Schießscharten) vor dem äußeren Graben.
1632 – um 1689: geschlossener Bastionskranz um die mittelalterliche Mauer.
Ende 18.Jh.: Bestand von 25 Bastionen, Tiefe der Ausbauten vor der staufischen Stadtmauer bis zu 150 m.
1815 – 1829: Ausbesserung, Umbau und Neubau der Enceinte um die mittelalterliche Mauer mit 16 Bastionen und 13 Kaponnieren.
1816 – 1826: Bau der ersten Forts des inneren linksrheinischen Festungsrings (Forts II, IV, VI, VIII, X) in einem Abstand von 480 m und mehr zur mittelalterlichen Mauer sowie Bau der linksrheinischen und rechtsrheinischen Rheinufermauer und Bau einer Umwallung um Deutz.
1840 – 1846: Verstärkungsbauten der Enceinte.
1841 – 1847: Bau weiterer linksrheinischer Forts im inneren Festungsring (Forts I, III, V, VII, IX, XI).
1853: Errichtung des Malakoffturmes (Rheinauhafen).
1853 – 1863: Bau der detachierten rechtsrheinischen Forts vor der Deutzer Umwallung.
1873 – 1878: Errichtung der Forts I – VIII sowie der Zwischenwerke Ib – VIIIb des linksrheinischen äußeren Festungsgürtels entlang der neuen Militärringstraße.
1877 – 1880: Errichtung der Forts IX – XII und der Zwischenwerke IXa – XIIb des rechtsrheinischen Festungsgürtels entlang der neuen militärischen Ringstraße.
ab 1881: Abbruch von mittelalterlicher Mauer und Enceinte.
1882 – 1891: Bau der linksrheinischen Umwallung unter Einbeziehung einiger Forts des inneren Festungsgürtels (Fort I, IX, X, XI).
1886 – 1888: Umbau und Umnutzung eines ersten Festungswerkes zu zivilen Zwecken: Fort V (Zülpicher Straße): Verwaltungsgebäude des in seinem Umfeld errichteten Augustahospitals.
ab 1887: Verstärkung der Festungswerke in Ziegelbauweise durch Sandauflagen und Betonierungen sowie Bau weiterer kleinerer Zwischenfeldbauten (Infanterie-, Artillerie- und Munitionsräume u.a.).
1887 – 1889: Umbau und Umnutzung eines ersten Festungswerks zu einem „grünen Fort“: Fort IV (Volksgarten), Planung: Adolf Kowallek.
1891: Errichtung von drei Kaponnieren am linksrheinischen Ufer.
ab 1907: Schleifung der Deutzer Umwallung und Rheinuferbefestigung (Teilstück entlang der Siegburger Straße erhalten).
ab 1911: Schleifung der linksrheinischen Umwallung.
1914 – 1918: Armierung: Errichtung weiterer Zwischenfeldbauten. Anzahl der Bauten des äußeren Festungsgürtels gegen Ende des Krieges: 182.
1913 –1916: Umbau von zwei Festungswerken zu „grünen Forts“: Fort I (Friedenspark) und Fort XV (Rheinpark), Planung: Fritz Encke.
1910 –1920: Umnutzung von Fort X (Neusser Wall) zum „grünen Fort“ ohne wesentliche Umbauten.
1920 –1921: Schleifung des linksrheinischen äußeren Festungsgürtels: Schleifung aller Zwischenfeldbauten sowie der strategisch wichtigen Teile von Forts und Zwischenwerken, dabei Erhaltung fast aller Kehlkasernen, allerdings bei Verfüllung des Grabens vor dem Erdgeschoss der Forts.
1922 – 1924: Anlage des Inneren Grüngürtels im Bereich der ehemaligen inneren Umwallung und dessen davor liegenden freien Schussfeldes, Planung: Fritz Schumacher.
1922 – 1925: Schleifung des rechtsrheinischen äußeren Festungsgürtels: Schleifung aller Zwischenfeldbauten sowie der strategisch wichtigen Teile von Forts und Zwischenwerken, Beibehaltung der zweigeschossigen Höhe von Kehlkasernen der Forts.
1923 – 1931/32: Umgestaltung der erhaltenen Teile der äußeren Festungswerke in „grüne Forts“ nach den städtischen Plänen von Fritz Encke (bis 1925) und Theodor Nußbaum (ab 1926).
1926 – 1931/32: Anlage des Äußeren Grüngürtels im Südwesten und Westen Kölns, Planung: Fritz Encke bzw. ab 1927 Theodor Nußbaum.
um 1939 – 1945: Nutzung zahlreicher Festungswerke durch die Wehrmacht oder auch als Luftschutzbunker. Nationalistisches Kraftfahrkorps (NSKK) im Fort II (Longerich), Hauptgefechtstand der Kölner Luftabwehr in Fort IV (Bocklemünd), Sammellager der Juden vor dem Abtransport in die Konzentrationslager im Fort V (Müngersdorf), Einheiten der Bahnpolizei im Fort VII (Zollstock).
nach 1945: Nutzung vieler Festungswerke als Notunterkünfte oder durch Gewerbebetriebe, heute vielfach durch Vereine.
1.7. 1980: Alle erhaltenen Befestigungswerke unter Denkmalschutz.

Mitgliedschaft

Wir haben Sie neugierig gemacht und Sie wollen mehr über das befestigte Köln erfahren? Sie möchten uns bei der Umsetzung unserer Ziele unterstützen? Sie interessieren sich für eine Mitgliedschaft in unserem Verein?

Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen rund um unsere Vereinsmitgliedschaft.

Ausgefüllte Aufnahemanträge senden Sie bitte unterschrieben und postalisch an unseren Schatzmeister

Fortis Colonia e. V.
Martin Gallhöfer
c/o Fa. Anton Gallhöfer GmbH&CoKG
Kalscheurenerstr. 154
50354 Hürth-Efferen

Aufnahmeantrag

Unseren Aufnahmeantrag können Sie sich hier als PDF-Dokument herunterladen:

Aufnahmeantrag ( Bitte anklicken)

Satzung

Satzung neu 13.11.15

 

Ziele & Aufgaben

 


Ziele & Aufgaben

An vielen Orten unserer Stadt finden wir auch heute noch – offen oder im Verborgenen – Zeugnisse der Stadtbefestigungen aller Epochen aus mehr als 2000 Jahren Kölner Stadtgeschichte. So haben Römer und Franken, Mittelalter und Preußenzeit deutliche Spuren hinterlassen. Seien es die nicht unerheblichen Reste der römischen Stadtmauer mit Ubiermonument, der Römerturm, die Pforte des Nordtores oder das Hafentor am Kurt-Hackenberg-Platz, die Mauerzüge an Komödienstraße und Burgmauer und die Befunde des spätrömischen Kastells Divitia in Deutz. Aber auch die noch erhaltenen Mauern und Tore der einst mächtigen mittelalterlichen Stadtbefestigung mit Bayenturm, Severinstor, Ulrepforte oder Eigelsteintorburg, wie auch die militärischen Verteidigungsanlagen des preußischen Köln mit den Forts, den Zwischenwerken und dem vor einigen Jahren vorbildlich restaurierten Malakoffturm am Rheinauhafen, sowie einstige Kasernengelände; Relikte und Bauwerke aus 2000 Jahren befestigtem Köln finden wir noch an überraschend vielen Stellen im gesamten Kölner Stadtgebiet.

Teile dieses historisch äußerst wertvollen Erbes sind jedoch aus den verschiedensten Gründen in ihrem Bestand gefährdet. Der Zahn der Zeit und die sich stetig verstärkenden Umweltbelastungen, aber auch ein häufig mangelndes Bewusstsein der Verantwortlichen in Wirtschaft, Politik und Verwaltung für den Wert und die Bedeutung denkmalgeschützter oder schützenswerter Bauwerke, eine übermäßig profitorientierte und stark investorenfreundliche Stadtplanung, aber leider auch die derzeit äußerst angespannte Haushaltslage der Stadt Köln gefährden unser historisches Erbe.

Fortis Colonia setzt sich daher für die Erhaltung, Sanierung und Nutzung bzw. Umnutzung dieser Festungsbauwerke ein. Denn nur eine sinnvolle und denkmalgerechte Nutzung historischer Baudenkmale ist der beste und sicherste Denkmalschutz und hilft die zu schützenden Bauwerke für künftige Generationen zu bewahren. So kann man beispielsweise die Umnutzungen von Fort I im Kölner Friedenspark zu einer Einrichtung freier Jugendarbeit oder die Freiluga im Zwischenwerk Va in Müngersdorf, als Freiluft- und Gartenschule, sicher als beispielgebend ansehen.

Fortis Colonia geht es aber um weit mehr als nur um Festungswesen, Militärgeschichte oder Archäologie, sondern auch ganz allgemein um Stadtgeschichte, um Baugeschichte sowie um aktuelle städtebauliche und geographische Fragestellungen. So befasst sich Fortis Colonia außerdem mit den Folgeerscheinungen der einstigen Festungsstadt, etwa mit den die Stadt gliedernden Grüngürteln, die die Kölner zur Erholung nutzen oder beispielsweise dem Fritz-Encke-Volkspark auf einem ehemaligen Pulvermagazin. In gleicher Weise gehören zahlreiche, durch die Befestigungen in ihrer Lage festgelegte Straßenverläufe dazu. Kurzum die gesamte Kölner Stadtstruktur lässt sich erst durch die Kenntnisse der verschiedensten Befestigungen erklären. Daher sind uns auch Themen wie Gartenbau und botanische Aspekte wichtig.

Im Sinne unserer Ziele und Aufgaben wollen wir mit unseren vielfältigen Aktionen und Aktivitäten, durch Veröffentlichungen und Vorträge, mit Führungen und Exkursionen, verstärkt Interesse für unsere Themen wecken, sensibilisieren und informieren – wollen wir ein geschichtliches und kulturelles Bewusstsein schaffen in Verantwortung gegenüber Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.