Rückblick auf unsere Veranstaltung am 19.01.2012
Kloster-Kaserne-Hauptpostamt-Residenz am Dom
Funktionswandel eines innerstädtischen Standorts
Etwa 100 Besucher konnten wir am Donnerstag, den 19. Januar 2012 zu unserer Vortragsveranstaltung über die abwechslungsreiche Entwicklung eines Kölner Stadtquartiers begrüßen.
Frau Dr. Henriette Meynen, Herr Dr. Jens Rohde (beide Fortis Colonia) und der Direktor der Residenz am Dom, Herr Peter Neuß, sprachen im Albertus-Magnus-Saal der Residenz am Dom über den äußerst abwechslungsreichen und spannenden Funktionswandel des Geländes zwischen den Straßen "An den Dominikanern" und "Stolkgasse" seit Anfang des 13. Jahrhunderts bis Heute.
Bemerkenswert ist sicher die allgemein positive und anerkennende Reaktion des Publikums auf diese interessanten, kurzweilig und kompetent vorgetrage-nen Einblicke in die historische Entwick-lung eines Teils der Kölner Innenstadt.
Rückblick auf unsere Veranstaltung am 25.11.2011
Die römische Stadtbefestigung in der Archäologischen Zone zwischen "Kleine Budengasse" und "Marstor"
Sehr gut besucht und bis auf den letz-ten Platz besetzt war unsere Veran-staltung am Freitag, den 25.11.2011, die wir gemeinsam mit dem neuge-gründeten "Förderverein Historischer Park Deutz" (vormals BID, die Bürger-initiative aus Deutz) im Ausstellungs-bereich des Praetoriums durchführen konnten.
Dr. Sven Schütte, Leiter der Archäolo-gischen Zone Köln und Hausherr des Praetoriums, erläuterte in einem äußerst interessanten und kurzwei-ligen Vortrag die neuesten Forschungs- und Grabungsergebnisse aus der Archäologischen Zone Köln.
Dem Thema des Abends entsprechend sprach Dr. Schütte im Speziellen zu Fragen der römischen Stadtbefestigung in der Archäologischen Zone zwischen "Kleiner Budengasse" und "Marstor". Hier wird man sich wohl von der bis-herigen Darstellung des zum Rhein hin gelegenen römischen Stadtbildes ver-abschieden müssen, da es nach den neuesten Erkenntnissen bei den Gra-bungen von Dr. Schütte dort weder eine "Martinsinsel" noch einen römi-schen Hafen gegeben haben kann. Diese Erkenntnisse wären zweifellos eine Sensation und würden viele neue Fragen aufwerfen.
Im Anschluss an diesen Vortrag stellte sich Dr. Schütte den sicher nicht immer ganz unkritischen Fragen des Publi-kums und öffnete das Praetorium für einen ausgiebigen Rundgang.
Rückblick auf unsere Veranstaltung am 06.10.2011
Das Kölner Zeughaus
Donnerstag, der 06. Oktober 2011. Der Sommer hatte sich gerade mit aller Deutlichkeit verabschiedet. Dennoch folgten einige sturm- und regen- geprüfte Kölner der Einladung von Fortis Colonia zur Führung mit Dr. Johannes-R. Beines im und um das Kölner Zeughaus.
Äußerst interessant und kurzweilig waren die Ausführungen von Dr. Beines zur rund 400jährigen Geschichte des heutigen Kölner Stadtmuseums, das ab 1602 als Reichsstädtisches Zeughaus und ab 1815 als preußisches Magazin und Waffenlager diente und einst im 1.Obergeschoss den großen und prachtvollen Prunksaal der Kölner Gaffeln beherbergte.
Mit seiner Führung stellte Dr. Beines sehr anschaulich das Zeughaus mit ausgewählten Sammlungsobjekten zur Geschichte der Verteidigung der Stadt Köln vor, aber auch die städtebauliche Einbindung des Hauses in Vergangenheit und Gegenwart.
Rückblick auf unsere Veranstaltung am 25.09.2011
Infostand beim Kölner Ehrenamtstag
Bereits seit vielen Jahren veranstaltet die Stadt Köln unter der Schirmherr-
schaft des Oberbürgermeisters den jährlichen Ehrenamtstag in Köln, als Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement vieler Kölner Bürger.
Da auch Fortis Colonia zahlreiche Mitglieder hat, die Ihren Einsatz für die Themen und Ziele des Vereins ehrenamtlich und in ihrer freien Zeit erbringen, war unsere Beteiligung an diesem Tag nur eine logische Schlussfolgerung.
Weit über den Heumarkt leuchtete daher am Sonntag, bei strahlendem Sonnenschein, einer der neuen Standbanner von Fortis
Colonia und machte unseren Stand unübersehbar.
Natürlich waren auch die Ehrenamtler von Fortis Colonia präsent, knüpften neue Kontakte, führten interessante und informative Gespräche und nutzten die Möglichkeit auf unsere Themen, Ziele und vielfältigen Veranstaltungen hinzuweisen.
Dies war sicher ein weiterer erfolgreicher Auftritt unseres Vereins in der Öffentlichkeit. Wir werden auch 2012 wieder dabei sein.
Rückblick auf unsere Veranstaltung am 16.09.2011
Vortrag: Festungen des amerikanischen Bürgerkrieges
Das Thema dieses Vortrags hatte eine wichtige und häufig gestellte Frage als Grundlage, welche wissenschaftlich beleuchtet werden sollte:
Wie kam es zu einer derart grundlegenden Veränderung im Festungsbauwesen in der Zeit zwischen der „neupreußischen Manier“ des inneren Kölner Festungsringes hin zur „Biehlerschen Manier“ des äußeren Festungsringes?
Die Antwort ist zum großen Teil in der veränderten Waffentechnik, aber auch aus den Erfahrungen der über hundert preußischen Militärbeobachter auf beiden Seiten des amerikanischen Bürgerkrieges zu finden.
Der Vortrag stellte die Festungen der damaligen Zeit, ihre ganz speziellen Eigenarten, ihre Schwachstellen und auch die Geschichte ihrer Eroberung vor und schließt damit wieder eine große Forschungslücke.
Am Beispiel der Verteidigung der Küste und Stadt Charleston – hier fiel der erste
Schuss des Bürgerkrieges und wurde bis zum Ende des Bürgerkrieges Festungskrieg
betrieben – konnten die Ergebnisse und vor Allem die direkt in der vierjährigen
Auseinandersetzung veränderten Festungsbauweisen dargestellt werden.
Zur Überraschung der Anwesenden wurden dabei Bilder gezeigt, welche schon recht deutlich die entscheidenden Elemente der späteren „Biehler Manier“ vorwegnahmen.
Rückblick auf unsere Veranstaltung am 10.09.2011
Hervorragendes Beispiel gelungener Umnutzung historischer Gebäude als Erfolg bürgerschaftlichen Engagements.
Bei einer gemeinsamen Exkursion konnten sich am Samstag, den 10.September 2011 Mitglieder und Freunde von Fortis Colonia und der BID im Naturschutzgebiet Urdenbacher Kämpe bei Monheim von einer gelungenen Umnutzung historischer Gebäude und einer archäologischen Fundstätte überzeugen.
Haus Bürgel, ehemaliges Römer-Kastell und fränkisches Königsgut,war über 300 Jahre Gutshof der Grafen von Nesselrode,
bevor es 1989 als Bau- und Bodendenkmal von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung erworben wurde. In den 1980er Jahren verhinderte
eine Bürgerinitiative aus Monheim, dass Haus Bürgel zu einem Zentrum für Golfsport mit Golfplatz und Golferhotel umgebaut wurde.
Heute beherbergt der historische Baukomplex das Römermuseum Haus Bürgel mit Innen- und Außenbereich, die
Biologische Station Haus Bürgelund eine privat geführte Kaltblutpferdezucht.
Pächter und Träger von Haus Bürgel ist heute die Interessengemeinschaft Urdenbacher Kämpe – Haus Bürgel e.V.
Professor Dr. Thomas Fischer von der Universität Köln, der von 1994 bis 1996 die archäologischen Grabungen in Haus Bürgel leitete, führte durch Museum und Außenbereich dieser äußerst interessanten Anlage.
