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Fortis Colonia e. V. veranstaltet jährlich einmal ein Wochenend-Event jeweils mit einzelnen Schwerpunkten zum Thema römische, mittelalterliche und preußische Befestigungen sowie deren Auswirkungen auf das heutige Stadtbild.
Auf einer Pressekonferenz am 27.5.2010 hat hat der Vorsitzende von Fortis Colonia e.V., Herr Konrad Adenauer, das Programm der beiden Veranstaltungstage vorgestellt.
Das gedruckte Fortis Colonia 2010 - Programm mit großer Karte erhalten Sie an den Fortis Colonia Infoständen:
oder bei folgenden Stellen:
Um Chr. und 9-14 n. Chr.: Umwehrung des Oppidum Ubiorum in Köln mit dem südöstlichen Eckturm, dem „Ubiermonument“, Baubeginn einer steinernen Umwehrung und Fortsetzung als „murus gallicus“(Holz-Erde-Mauer)
Um 90 n. Chr.: Umwehrung der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) 310-315: Umwehrung des Brückenkopfkastells Divitia in Deutz
des Regierungspräsidenten Hans Peter Lindlar für Fortis Colonia 2010:
Der neu gegründete gemeinnützige Verein Fortis Colonia e. V. präsentiert sich dieses Jahr erstmalig mit einem umfangreichen Angebot den Besuchern und Bürgern der Stadt Köln. Mit dem vorliegenden Programm verfolgt er sein satzungsgemäßes Ziel, nämlich die Vermittlung des Wissens über das befestigte Köln und die dadurch beeinflusste Stadtentwicklung.
Damit zeigt der Verein einen wesentlichen Aspekt der Kölner Stadtgeschichte auf, der noch zu wenig bekannt ist: Die Strukturen, die der Entwicklung Kölns zu einer Großstadt mit zwei ausgeprägten Grüngürteln und radialen Grünzügen zugrunde liegen, wurden seit der Antike durch den Bau von Mauern, Gräben und Wällen bis hin zu den umfangreichen Anlagen mehrerer Festungsperioden geprägt. Relikte solcher Anlagen sind an vielen Orten im Stadtgebiet zu finden, sei es in ihrem ursprünglichem Erscheinungsbild oder überformt, sei es sichtbar oder versteckt. Sie erzählen den Wandel von der ummauerten zur grünen Stadt.
Die Spuren der Befestigungen sind wegen ihrer besonderen Bedeutung in die Denkmalliste der Stadt Köln eingetragen. Zu diesen Kulturgütern gehören die römische Mauer im Stadtzentrum, die mittelalterlichen Stadttore mit der Stadtmauer, die den Verlauf der Ringstraßen bewirkte und damit eine frühe Vorgabe für den heutigen konzentrischen Stadtaufbau darstellte, genau so wie die ebenfalls konzentrisch angelegten preußischen Festungsanlagen, die u. a. die Basis für den Inneren und Ãußeren Grüngürtel bildeten.
Gerne übernehme ich die Schirmherrschaft, da ich einerseits täglich die römische Stadtmauer vor meinem Dienstgebäude sehe und andererseits die mittelalterlichen und dann vor allem die preußischen Befestigungen weit über die Kölner Stadtgrenzen hinaus wirksam waren. Die Schutzfunktion der preußischen Festungsstadt besaß überregionale Bedeutung. Köln war sozusagen immer wieder in seiner Geschichte die „Wacht am Rhein“ egal ob nun für Römer, Preußen oder Franzosen.
Der Veranstaltung wünsche ich gutes Gelingen und viele Teilnehmer nicht nur aus Köln, sondern auch aus dem Umland.