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2000 Jahre Kölner Befestigungen

Fortis Colonia e. V. veranstaltet jährlich einmal ein Wochenend-Event jeweils mit einzelnen Schwerpunkten zum Thema römische, mittelalterliche und preußische Befestigungen sowie deren Auswirkungen auf das heutige Stadtbild.
Auf einer Pressekonferenz am 27.5.2010 hat hat der Vorsitzende von Fortis Colonia e.V., Herr Konrad Adenauer, das Programm der beiden Veranstaltungstage vorgestellt.

Das gedruckte Fortis Colonia 2010 - Programm mit großer Karte erhalten Sie an den Fortis Colonia Infoständen:

  • Samstag 5.Juni - Sachsenring 10:00 – 17:00 Uhr
  • Sonntag 6. Juni - Römerlager 10:00 – 17:00 Uhr
  • Sa u. So. 5./6. Juni im Fort X 10:00 – 17:00 Uhr

oder bei folgenden Stellen:

  • Köln Tourismus, Unter Fettenhennen
  • Kölner Bürgerladen
  • Buchhandlung Domstraße, Theodor-Heuss-Ring 6
  • Buchhandlung Köhl GmbH, Rodenkirchen, Hauptstr. 81 - 83
  • KölnBuch Antiquariat, Deutzer Freiheit 68
  • Buchladen-Nippes, Nippes, Neußerstr. 197
  • Storchenapotheke, Vogelsang
  • Refrather Copy Print, Vürfels 63, 51427 Bensberg
  • oder auf den Kölner Wochenmärkten 07:00 – 13:00 Uhr bei:
    • Slavia te Kaat
      • Dienstag – Hermeskeiler Platz:
      • Mittwoch Riehler Gürtel / Esenbeckstr.
      • Freitag - Deutz St. Heribert
      • Samstag - Riehler Gürtel / Esenbeckstr.
    • Käsespezialitäten Michael Häuser
      • Dienstag - Alt-Brück
      • Mittwoch - Buchforst
      • Donnerstag - Porz-Urbach
      • Freitag - Deutz St. Heribert
      • Samstag – Höhenhaus Wupperplatz

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Überblick über 2000 Jahre Kölner Festungsgeschichte

Römische Stadtmauer

Um Chr. und 9-14 n. Chr.: Umwehrung des Oppidum Ubiorum in Köln mit dem südöstlichen Eckturm, dem „Ubiermonument“, Baubeginn einer steinernen Umwehrung und Fortsetzung als „murus gallicus“(Holz-Erde-Mauer)
Um 90 n. Chr.: Umwehrung der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) 310-315: Umwehrung des Brückenkopfkastells Divitia in Deutz

Mittelalterliche Stadtbefestigung

Ab 1106 Umwehrung der römischen CCAA im Norden, Westen und Süden , nachdem bereits in spätrömischer Zeit rheinwärts die Erweiterung des Stadtgebiets begonnen wurde.
1179/80 Baubeginn der mittelalterlichen Mauer mit einem Graben
1220-1260 Bau der Torburgen der mittelalterlichen Mauer
1386 Verstärkung der mittelalterlichen Befestigungsanlage durch einen zweiten Graben
Ab Mitte des 15. Jahrhunderts wurden die Wehranlagen mehrfach modernisiert und Zwinger, Vorburgen und Bastionen errichtet.
1816 – 1847 Bau der Forts und Lünetten 480 bis 560 Meter vor der mittelalterlichen Mauer
1818 – 1824 Bau einer Umwallung um Deutz
1858 – 1863 Bau der rechtsrheinischen Forts und Lünetten vor der Umwallung
1873 – 1881 Bau der Forts und Zwischenwerke im äußeren Festungsring mit der Militärringstraße
Ab 1881 Abbruch der mittelalterlichen Mauer

Preußische Befestigungen

1882 – 1891 Bau der linksrheinischen Umwallung unter Einbeziehung einiger Forts des inneren Festungsgürtels
Ab 1887 Verstärkungen der Ziegelbauten durch Sandauflagen und Betonierungen und Bau weiterer kleinerer Zwischenfeldbauten (Infanterie-, Artillerie- und Munitionsräume u.a.).
Ab 1907 Schleifung der Deutzer Umwallung
Ab 1911 Schleifung der linksrheinischen Umwallung
1914 — 1918 im Zuge der Armierung Errichtung weiterer Zwischenfeldbauten, Bestand der Bauten gegen Ende des Krieges: 182 Bauten im äußeren Festungsgürtel
Ab 1920 Schleifung aller Zwischenfeldbauten und der strategisch wichtigen Teile der Forts und Zwischenwerke des äußeren Festungsringes (meist unter Beibehaltung der Kehlkasernen)
1922 — 1928 Anlage des Inneren Grüngürtels auf dem ehemaligen inneren Festungsgürtel
Ab 1923 Umnutzung und Umgestaltung der linksrheinischen Festungsrelikte in grüne Forts durch die Stadt Köln
Ab 1926 Umnutzung und Umgestaltung der rechtsrheinischen Festungsrelikte in grüne Forts durch die Stadt Köln
Ab 1926 Anlage des Ãußeren Grüngürtels auf dem ehemaligen äußeren Festungsring.

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Geleitwort

des Regierungspräsidenten Hans Peter Lindlar für Fortis Colonia 2010:

Der neu gegründete gemeinnützige Verein Fortis Colonia e. V. präsentiert sich dieses Jahr erstmalig mit einem umfangreichen Angebot den Besuchern und Bürgern der Stadt Köln. Mit dem vorliegenden Programm verfolgt er sein satzungsgemäßes Ziel, nämlich die Vermittlung des Wissens über das befestigte Köln und die dadurch beeinflusste Stadtentwicklung.
Damit zeigt der Verein einen wesentlichen Aspekt der Kölner Stadtgeschichte auf, der noch zu wenig bekannt ist: Die Strukturen, die der Entwicklung Kölns zu einer Großstadt mit zwei ausgeprägten Grüngürteln und radialen Grünzügen zugrunde liegen, wurden seit der Antike durch den Bau von Mauern, Gräben und Wällen bis hin zu den umfangreichen Anlagen mehrerer Festungsperioden geprägt. Relikte solcher Anlagen sind an vielen Orten im Stadtgebiet zu finden, sei es in ihrem ursprünglichem Erscheinungsbild oder überformt, sei es sichtbar oder versteckt. Sie erzählen den Wandel von der ummauerten zur grünen Stadt.
Die Spuren der Befestigungen sind wegen ihrer besonderen Bedeutung in die Denkmalliste der Stadt Köln eingetragen. Zu diesen Kulturgütern gehören die römische Mauer im Stadtzentrum, die mittelalterlichen Stadttore mit der Stadtmauer, die den Verlauf der Ringstraßen bewirkte und damit eine frühe Vorgabe für den heutigen konzentrischen Stadtaufbau darstellte, genau so wie die ebenfalls konzentrisch angelegten preußischen Festungsanlagen, die u. a. die Basis für den Inneren und Ãußeren Grüngürtel bildeten.

Gerne übernehme ich die Schirmherrschaft, da ich einerseits täglich die römische Stadtmauer vor meinem Dienstgebäude sehe und andererseits die mittelalterlichen und dann vor allem die preußischen Befestigungen weit über die Kölner Stadtgrenzen hinaus wirksam waren. Die Schutzfunktion der preußischen Festungsstadt besaß überregionale Bedeutung. Köln war sozusagen immer wieder in seiner Geschichte die „Wacht am Rhein“ egal ob nun für Römer, Preußen oder Franzosen.

Der Veranstaltung wünsche ich gutes Gelingen und viele Teilnehmer nicht nur aus Köln, sondern auch aus dem Umland.

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Impressum:

www.fortis-colonia.de

  • Coverbild & Gestaltung der Festungskarte: Werner Müller
  • Stadtplan der Stadt Köln
  • Foto „Bodenplatte Römisches Köln“ von Dr. Ulrike Giesler
  • Grafik römisches Tor an der Bobstraße von Dr. Ulrike Giesler
  • Abbildung Gemälde „Weyerntor“ von Siegfried Glos
  • Abbildung Gemälde „Zwischenwerk VIIIb“ von André Brauch
  • Foto „kleiner Kreuzer Köln“ - Sammlung Luftfahrtarchiv Köln
  • Foto „Fort X“ - Neusser Wall von Werner Müller
  • Foto „Soldat“ - AFK e.V.
  • Abbildung Gemälde „Fort VI - Deckstein“ von André Brauch
  • Foto „Fort X“ - Nohlenweg AFK e.V.
  • Foto „Römischer Centurio und Legionär“ von Werner Müller
  • Foto „Rheinbefestigung“ von Werner Müller
  • Foto „Soldatengruppe“ - Offiziersverein e.V.